Dein Selbstwertgefühl und das Winzerweck

Wie Du im Alltag Einfluss auf Dein Selbstwertgefühl nimmst, erkläre ich Dir anhand des Winzerwecks

Ich beginne mit diesem Blogartikel eine Reihe von Geschichten aus meinem Leben, in denen das Selbstwertgefühl die Hauptrolle spielt. D.h. ich habe festgestellt, dass eigentlich alles, was wir tun – Du und ich und alle anderen Menschen auch – mit unserem Selbstwertgefühl zu tun hat.

Und zwar zum einen in der Form, dass wir uns mit unserem Tun in unserem negativen Selbstwertgefühl bestätigen oder dass wir versuchen, uns mit unserem Tun aufzubauen und zu stärken und uns selbst und anderen auf die Art zeigen, dass wir doch was wert sind.

In diesem Artikel geht es um das Winzerweck und mein Selbstwertgefühl. Da Du ja vermutlich in einer völlig anderen Lebenssituation bist, kannst Du aber diese Geschichte auf Deine Situation einfach übertragen.

Also: Ich habe ja ein Doppelkonzept, das ich „Rheiner Wein im Ringer Zechenhaus“ genannt habe, weil ich „Wein vom Rhein zu kleinen Speisen“ anbiete und „Seminare und Coaching für Menschen, die klar sehen wollen“.

In meiner Straußwirtschaft im Ringer Zechenhaus, die nur samstags und sonntags geöffnet ist, bin ich ein Ein-Frau-Betrieb. Ich habe alles gut durchdacht und gut im Griff, aber es gab Tage, an denen ich überfordert war, weil zu viele Gäste gleichzeitig kamen und weil sie Speisen wollten, die zu viel Zeit und Arbeitsaufwand bedeuteten, als dass ich es alleine gut hätte schaffen können.

So eine arbeitsaufwändige Speise ist bei mir das Winzerweck, ein Brötchen belegt mit Schinken (oder in der vegetarischen Variante mit Tomaten statt Schinken), sauren Gurken und Zwiebeln, das dann mit Käse überbacken wird.

Überforderung löst ein geringeres Selbstwertgefühl aus.

Überforderung löst ganz klar ein geringeres Selbstwertgefühl aus. Die Gedanken „Es ist zu viel“, „Ich schaffe es nicht“, „Die Gäste werden zu Recht meckern und nie wieder kommen“, „Wie konnte ich nur so blauäugig sein“, „Andere schaffen viel mehr“ usw. ziehen mich runter, anstatt mich zu stärken.

Vielleicht weißt Du schon, dass ich bekennende Perfektionistin bin. Wenn nicht, kannst Du dazu auch meinen Blogartikel „Wow, ist das toll geworden“ lesen.

Als Perfektionistin habe ich die gute Eigenschaft, dass ich Mieses entdecke und dann sofort drüber nachdenke, wie ich diese Situation verbessern kann.

So habe ich das auch mit den Winzerwecken gemacht. Die Ursache für das mich runterziehende Gefühl der Überforderung liegt in den vielen aufwändigen Arbeitsschritten, die für das Winzerweck nötig sind. Also musste ich die optimieren, verbessern und perfektionieren.

Mittlerweile habe ich die Brötchen morgens schon mit Butter vorgeschmiert und die sauren Gurken liegen vorgeschnitten in der Tupperdose. So sind die aufwändigsten Arbeitsschritte schon erledigt und wenn ein Doppel-W (wie Freunde es genannt haben) verlangt wird, ist es schnell belegt und im Ofen.

Weiter kann und will ich die Wecke nicht vorbereiten, weil sowohl die sauren Gurken, als auch die Tomaten für die vegetarische Variante das Brötchen zu arg durchweichen würden. Aber ein bisschen Wartezeit gibt es in jedem Restaurant und auch in jedem Imbiss, also darf das bei mir erst recht sein.

Nun können die Gäste kommen und bekommen das, was sie möchten.

Und im allerschlimmsten Fall, wenn der Andrang auf die Winzerwecke zu groß ist, sag ich „Tut mir sehr leid, aber die sind aus“. Auch das ist eine Möglichkeit, mich vor Überforderung zu schützen.

Ich habe mein Ziel vor Augen.

Denn mein Ziel habe ich klar vor Augen: Dass mir meine Arbeit Spaß machen muss – und das tut sie nicht, wenn ich überfordert bin – und dass meine Gäste sich wohl fühlen – und das tun sie nicht, wenn ich ihnen gestresst und genervt gegenüber trete.

Mit der perfekten Arbeitsorganisiation stärke ich mein Selbstwertgefühl.

D.h. mit der perfekten Arbeitsorganisation sorge ich für mein Wohlbefinden und stärke damit erheblich mein Selbstwertgefühl. Zu wissen, ich habe es im Griff und schaffe, was ich schaffen will, macht mich stark und machtvoll.

Ist das nicht schön?

Hast Du Dir Dein Leben darauf hin schon mal angesehen? Berichte mir doch mal, was Dein „Winzerweck“ ist und wie Du aus dem Gefühl der Überforderung das Gefühl der Stärke machst.

Komm dazu in meine Facebook-Gruppe „Verbessere Dein Leben“.

Ich freue mich auf viele Verbesserungsideen, die uns alle glücklicher machen werden.

Deine Christiane Kilian

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