Dein Selbstwertgefühl und die Zirkuspferde

Was sollen denn Zirkuspferde mit Deinem Selbstwertgefühl zu tun haben, fragst Du Dich?

Es ist ein wunderbares Bild, das mir ein Gast unserer Straußwirtschaft im Ringer Zechenhaus geschenkt hat; lies hier die Geschichte:

Wieder einmal kam ich mit einem Gast ins Gespräch. Er arbeitet in einer mittleren Führungsposition für eine Firma, die vor Kurzem von einer anderen, einer amerikanischen Firma, aufgekauft wurde. Seitdem ist alles im Umbruch und er sagt, er fühlt sich wie im Zirkus:
Was die da alles machen und was sie nicht tun, auf was sie Wert legen und was ihnen an wirklich wichtigen Dingen überhaupt nicht wichtig ist – er kann da nur immer wieder den Kopf schütteln. Und er versetzt sich dann gedanklich in einen Zirkus und versucht heraus zu bekommen, welche Rolle er selbst gerade in diesem Zirkus spielt bzw. welche er spielen möchte.

  • Mal fühlt er sich wie ein Zuschauer und betrachtet sich das ganze Spektakel nur.
  • Mal hat er den Eindruck, er ist der Dompteur, der ganz sanft und von hinten die Tiere – in dem Fall seine Mitarbeitenden und sogar die Chefs – lenkt.
  • Mal fühlt er sich wie das eine kleine vorwitzige Pferdchen, das gerade einen Schlag mit der Peitsche über bekommt, damit es doch bitte nicht aus der Reihe tanzt.
  • Und mal ist er das brave Pferdchen, das schön Männchen macht, damit es dann eine Belohnung bekommt.

Ich finde das Bild von den Zirkuspferden, das er für die Beschreibung der Zustände in seiner Firma verwendet, ganz wunderbar anschaulich.

Und doch ist es egal, in welcher Rolle er sich gerade sieht –  Ich sehe ihn nur in einer einzigen klaren Situation, die sich in meinem Selbstwert-Logikbaum wiederfindet:
Dieser Gast fühlt sich ohne Macht, klein und hilflos dem Geschehen ausgeliefert. Hier und da macht er Versuche, einzugreifen, aber es ist ihm klar, dass er es nicht wirklich in der Hand hat und haben kann, was da in seiner Firma geschieht.

Und in diesem Sich-klein-und-hilflos-Fühlen versucht er sich zu stärken, indem er anderen (und eben auch mir) immer wieder erzählt, was für einen Zirkus er da gerade erlebt. Er stellt die Agierenden in seiner Firma als völlig bekloppt dar, erläutert und begründet, wie er zu dieser Einschätzung kommt, und versucht sich selbst dadurch aufzubauen. Ich und andere hören ihm zu, können ihn gut verstehen, weil wir ähnliches ja auch schon erlebt haben, und bestätigen ihm, wie schwer er es hat und wie blöd die anderen wirklich sind.

Das ist eine bewährte Herangehensweise, die wir alle immer wieder praktizieren. Ich auch und Du auch! Da bin ich mir sicher.

Ich finde sie auch völlig in Ordnung, wenn ich damit niemandem schade.

In meinem Selbstwert-Logikbaum habe ich diese Zusammenhänge erarbeitet und dargestellt. Wenn Dich das interessiert, dann klicke hier und melde Dich doch einfach zum kostenlosen Webinar dazu an.

Dieses Wissen hilft mir, mein Leben zu verbessern.

Wenn ich mich nämlich jetzt dabei ertappe, dass ich über jemand anders herziehe, dann frage ich mich, was das gerade ausgelöst hat, weshalb ich mich jetzt gerade wiedermal so klein und hilflos fühle.

Ich entdecke die Ursache und kann dadurch an der richtigen Stelle mit der wirklichen Verbesserung ansetzen. Ich brauche nicht mehr an Symptomen herumzudoktern, sondern kenne den “constraints”, den Flaschenhals, das schwächste Glied in der Kette.

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Ich wünsche Dir, dass Du auch die Zusammenhänge durchschaust und daraus für Dich und für andere Menschen die richtigen, nämlich die wirklich hilfreichen Schlüsse ziehst.

 

Deine Christiane Kilian

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