Hochsensible und ihr Selbstwertgefühl

Hast Du ein starkes Selbstwertgefühl?

Unser Selbstwertgefühl, d.h. unser jeweils eigenes Gefühl für unseren eigenen Wert, für unsere Bedeutung/Wichtigkeit, ist entscheidend für all unser Handeln den lieben langen Tag. Und leider haben die meisten Hochsensiblen kein starkes Selbstwertgefühl oder wenn doch, dann gilt das nur für manche Situationen. Wie kommt das?

Du weißt ja schon, dass Hochsensibilität angeboren ist, d.h. sie wurde uns in die Wiege gelegt. Du bist hochsensibel auf die Welt gekommen und hast direkt all Deine Sinne hochsensibel ausgeprägt zur Verfügung gehabt.
Unbekanntes macht Angst.
Und wenn ein Baby auf die Welt kommt, begegnet es eigentlich nur Unbekanntem. Ein Baby kann sich nur durch Mimik ausdrücken, es schläft und träumt, es hat Hunger und schaut sich suchend nach der Brust der Mutter um und es weint, wenn ihm etwas nicht gefällt, und auch, wenn es Angst hat.

Wenn Du selbst hochsensibel bist, kannst Du Dich nun in dieses kleine Kind gut hineinversetzen. Vielleicht zwickt die Windel an irgendeiner Stelle. Vielleicht fühlt es eine kühle Stelle, weil das Hemdchen an einer Stelle rausgerutscht ist. Vielleicht machen ihm aber auch die größeren Geschwister Angst oder es reagiert auf die Spannungen und Streitigkeiten der Eltern. Egal: Das Baby weint, weil es sich noch gar nicht anders ausdrücken kann.
Und wie reagieren dann die Erwachsenen? In den besten und in den meisten Fällen nehmen sie das Kind auf den Arm und trösten es. Sie geben ihm Geborgenheit und überlegen auch, ob sie einen Grund für das Weinen erkennen können, dem sie abhelfen können. Ist die Windeln voll? Kann es schon wieder Hunger haben? Hat es Bauchweh? Muss ein Bäuerchen raus? Und so was.

Allerdings haben die meisten Eltern noch nie was von Hochsensibilität gehört und denken dann nicht an die klitzekleinen Dinge, die zum Weinen führen konnten.
Zuwendung und Trösten ist gut, aber welche Worte und welche Botschaften verwenden wir dabei meist?

„Du brauchst doch keine Angst zu haben!“, „Es ist doch gar nichts“, „Ich bin doch da“, „Du musst doch nicht weinen!“ und ähnliches. Im Klartext ausgedrückt vermitteln wir damit aber dem kleinen hochsensiblen Kind schon, dass es nicht richtig tickt, dass seine Wahrnehmungen nicht real sind, dass es doch bitte ruhig sein und sich anpassen soll, dass die Definitionsmacht bei den Erwachsenen liegt und so weiter.
Kann ein Kind so ein gutes Gefühl für sich selbst und für den eigenen Wert bekommen? Nein, natürlich nicht. Und so beginnt es mit dem geringen Selbstwertgefühl und so setzt es sich bis jetzt fort.
Wir Hochsensible stellen uns immer wieder in Frage und glauben eher den anderen, die uns sagen, was richtig ist. Damit fühlen wir uns klein und weniger Wert.

Willst Du nun noch kurz wissen, wie es anders gehen könnte?
Indem wir den weinenden Babys sagen: „Ich glaube Dir, dass Du etwas wahrnimmst, was Dir nicht gefällt oder was Dir Angst macht. Und es ist gut, dass Du Dein Unbehagen äußerst. Ich gebe mir große Mühe herauszufinden, was es ist, um Dir Abhilfe zu schaffen. Wenn mir das nicht gelingt, liegt es nicht an Dir, sondern daran, dass ich Dich noch nicht gut genug kenne, um Dein Weinen zu verstehen.“
Unsere Haltung zu dem kleinen neugeborenen und dann heranwachsenden Wesen ist entscheidend, ob sich ein gutes starkes Selbstwertgefühl herausbilden kann oder nicht.

Wenn Du dazu noch mehr wissen willst, dann schaue Dir noch meine anderen Videos dazu und hier auch meine Seite für Hochsensible an.

Ich danke Dir, dass Du Interesse an meinen Themen hast und wünsche Dir alles Gute auch mithilfe meiner Gedankenanregungen!

Deine Christiane Kilian

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