Schneebälle – Wie Reaktionen Reaktionen hervorrufen

Schneebälle – Wie Reaktionen Reaktionen auslösen

Du kennst die Situation: Irgendetwas hat Dich runter gezogen.
– Vielleicht war es eine Bemerkung von irgendjemand, die Du zu persönlich genommen hast.
– Vielleicht hast Du eine schlechte Nachricht bekommen.
– Vielleicht ist das Wetter nicht so schön, wie erhofft.
– Vielleicht baut sich in Dir gerade eine Erkältung auf.
– Vielleicht sind es einfach nur Deine Hormone.

Auf jeden Fall geht es Dir psychisch nicht gut. Und dann passiert noch etwas anderes Blödes:
– Vielleicht stolperst Du über die Schuhe oder das Spielzeug Deiner Kinder, das im Flur rumfliegt.
– Vielleicht hat Dein Partner nach dem Bilder an die Wandhängen das Werkzeug und die Krümel vom Putz liegen lassen.
– Vielleicht ruft Deine Mutter schon wieder an und erwartet, dass Du ihr beim Einkaufen hilfst.
– Vielleicht steht im Job ein Ordner nicht auf dem richtigen Platz.

Also: Dir geht es eh schon nicht gut und dann passiert noch zusätzlich was anderes Blödes. Wie reagierst Du dann?

Ich kenne solche Situationen sehr gut und ich weiß, dass ich mich dann meist nicht beherrschen konnte und sehr unwirsch bis aggressiv reagiert habe.
– Ich habe dann die Kinder zusammen gebrüllt, weil sie ihren Kram rumliegen lassen.
– Ich habe mich nicht bei meinem Mann für das Bilderaufhängen bedankt, sondern gemeckert, dass er die Spuren nicht verwischt hat.
– Meine Mutter hat verbal all meinen Ärger abgekriegt.
– Und auf der Arbeit hat mich das alles so beschäftigt, dass ich mich meiner eigentlichen Aufgabe nicht widmen konnte.

Und wie ging es weiter?
– Meine Kinder haben sich nach meinem Wutanfall gegenseitig gepiesackt.
– Mein Mann hat sich beleidigt zurück gezogen.
– Meine Mutter hat sich bei ihrer Freundin über mich beklagt.
– Und auf der Arbeit war insgesamt eine schlechte Laune.

Schlechte Laune und Unwohlfühlen sind wie ein Schneeballsystem, das sich ausbreitet. Denn Deine schlechte Laune und die negativen Reaktionen erzeugen bei den Betroffenen wiederum schlechte Laune und negative Reaktionen, die wiederum andere abbekommen. …

Das geht so lange, bis jemand auf einen Menschen trifft, dem es so gut geht, dass die miesen Stimmungen anderer an ihm abprallen.

Dadurch kann dieser Mensch dann angemessen mit diesen Kleinigkeiten umgehen.

Denn stell Dir die Situationen andersrum vor: Dir geht es so richtig rundum gut. Und dann passieren die oben genannten Sachen. Wie reagierst Du dann?
– Du erinnerst die Kinder dran, dass ihr Kram nicht auf dem Boden rumliegen soll, weil jemand drüber stolpern, fallen und sich arg verletzen könnte, und überlegst mit ihnen, mit welchen Tricks sie dran denken könnten, das ordentlich wegzuräumen.
– Bei Deinem Partner bedankst Du Dich dafür, dass er die Bilder aufgehängt hat und entweder räumst Du schnell selbst das Zeug weg oder Du bittest ihn ruhig und sachlich es noch schnell zu tun.
– Deiner Mutter kannst Du angemessen antworten und ihr einen Termin vorschlagen oder mit ihr eine andere Lösung überlegen, wie sie an ihre fehlenden Dinge ran kommen kann.
– Und auf der Arbeit ist der falsch hingestellte Ordner einfach kein Thema, weil Du ihn ja gefunden hattest.

Auch hier kannst Du die Reaktionen sehen. Diesmal positiv:
– Die Kinder machen sich mit Feuereifer ans Aufräumen und spielen anschließend friedlich.
– Dein Mann hatte ja sowieso vor, das noch wegzuräumen, tut es schnell, ist gut gelaunt, weil die Bilder endlich hängen und fängt vielleicht noch was anders an, was auch erledigt werden muss.
– Deine Mutter ist zufrieden, freut sich auf Deinen nächsten Besuch und erzählt ihrer Freundin, dass Du kommen und helfen wirst.
– Und das Klima im Job ist auch in Ordnung und Ihr KollegInnen helft Euch gegenseitig.

Schneebälle!

Es gibt diese schlichte Formel:

E + R = F

Das Ereignis plus die Reaktion darauf ergibt die Folgen.

Ich habe sie in Jack Canfields Buch „Kompass für die Seele – So bringen Sie Erfolg in Ihr Leben“ gelesen. Oben haben wir gesehen, was aus kleinen Dingen entstehen kann, einfach weil es uns gerade mal nicht gut geht.

Du allein bestimmst, wie Du mit einer Situation umgehen willst
und bist dadurch auch für die Folgen verantwortlich!

Und was folgt aus der Erkenntnis? Klar:

Unsere Hauptaufgabe,
unsere Lebensaufgabe ist es,
dafür zu sorgen, dass es
uns selbst super gut geht!

Denn nur dann können wir angemessen mit den variierenden Situationen im Leben umgehen und nur dann können wir dafür Sorge tragen, dass es den Menschen um uns herum gut geht!
Die Kleinigkeiten machen es aus und sorgen dafür, wie wir uns fühlen.

Bei mir als Hochsensible ist es z.B. ganz stark das körperliche Wohlfühlen. Schwitzen mag ich nicht, frieren mag ich nicht. Und wenn ich Hunger habe, werde ich auch unleidlich. Wenn ich das ja weiß, dann kann ich auch für mich sorgen und z.B. Klamotten anziehen, die ich nach Bedarf (und Hitzewelle) an- und ausziehen, auf- und zuknöpfen kann. Und immer etwas zum Knabbern dabei haben, falls sich mein Bauch meldet.

Seit ich die Zusammenhänge verstehe, kann ich gut für mich sorgen. Und vor allem lasse ich dann meine schlechte Laune nicht mehr an anderen aus.

Wenn Du nun auch Dein Leben
verbessern und optimieren
willst,
dann lade ich Dich herzlich in
meine Facebook-Gruppe ein:

Wechsel-Jahre: Verbessere Dein Leben

Da können wir miteinander immer wieder neue Ideen entwickeln, wie wir gut für uns sorgen können. Damit die Schneebälle keine Zerstörung anrichten, sondern im Gegenteil die Welt ins Positive verändern!

Nimmst Du wahr, wenn es Dir nicht gut geht?
Und was machst Du dann?
Wie verhältst Du Dich dann?

Ich freue mich über Deinen Kommentar zu diesem Blogartikel!

Deine Christiane Kilian

1 Comment

  • Wilhelm

    Reply Reply 2. Oktober 2017

    Liebe Christiane,
    oh ja, das kenne ich nur zu gut… Und jedesmal, wenn ich bemerke, dass ich wieder in so einen Kreislauf hineingeommen bin, der mich nach unten zieht, ärgere ich mich darüber, dass ich nicht früher einfach austeigen konnte, bevor es eine Katastrophe gibt… Danke für deinen tollen Beitrag!

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