Dein Selbstwertgefühl und der Hexenschuss

Foto: Christiane Kilian

Und: Warum Aufräumen hilft

Vor kurzem hatte ich seit langer Zeit mal wieder einen Hexenschuss.
Nein: Er ist nicht passiert, als ich mich beim Aufräumen bückte, sondern kam aus heiterem Himmel.

Vielleicht hast Du selbst schon Hexenschüsse gehabt, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall kennst Du diese Situationen, in denen Dein Körper nicht so will, wie Du es gerne hättest, und in denen Du Schmerzen hast und Dich so richtig unwohl fühlst.

Ich glaube – solange dieser Schmerzzustand nicht Gewohnheit ist (was ich Dir und mir niemals wünsche!), – zieht uns dieses körperliche Unwohlfühlen zwangsläufig auch psychisch runter.

Wir fühlen uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht wohl in unserer Haut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein positiver Mensch (selbst der lebenslustigste und fröhlichste Mensch!) seine Stimmung und Ausstrahlung beibehält, wenn er körperliche Schmerzen hat.

Und ein Hexenschuss legt uns so richtig lahm. Ich kann dann nicht mehr richtig laufen, sondern eiere nur so rum. Das Sitzen und Liegen (nur auf der Seite) geht, aber vom Laufen in die angenehmere Ruhe-Position rein und aus ihr wieder herauszukommen ist sehr schwierig und nur mit viel Vorsicht schmerzfrei hinzu bekommen. Echt ätzend!

Aber in meinen Blogartikeln geht es ja um den Zusammenhang zwischen unserem Verhalten und dem Selbstwertgefühl, den ich Dir anhand meines Paradiesbaumes erkläre.

Wenn Dich der Paradiesbaum interessiert und Du wissen willst, was er ist, dann lies doch schon mal mein noch unveröffentlichtes Buch dazu. Klicke hier und Du bekommst mehr Infos.

Was hat nun Dein Selbstwertgefühl mit Deiner Krankheit oder Deinem körperlichen Unwohlfühlen zu tun?

Ein Teil der Definition von Selbstwertgefühl ist „das Wahrnehmen des persönlichen Könnens“. Hast Du das Gefühl (also die Wahrnehmung), dass Du viel oder gar alles in Deinem Leben selbst in der Hand hast, dass Du das auch machen kannst, was Du willst, dann fühlst Du Dich stark, dann hast Du ein starkes und gutes Selbstwertgefühl. Und andersrum natürlich.

Der Hexenschuss oder eine andere Krankheit zeigt Dir (und mir) die Grenzen auf und vermittelt Dir (und mir) das Gefühl der Ohnmacht, der Machtlosigkeit, des Nicht-Könnens. Es ist etwas passiert, was Du nicht wolltest, und Du kannst es nicht rückgängig machen. Du kannst nicht das tun, was Du möchtest. Es gelingt Dir nicht, Dich von den Schmerzen zu befreien und Du kannst einfach nicht so agieren und auch nicht so sein, wie Du es gerne möchtest. Echt Mist!

Klar, dass sich das auf Deine Laune niederschlägt. Du verbreitest miese Stimmung, bist gereizt, schlecht gelaunt und pflaumst vielleicht auch Deine Lieben an, obwohl Du es gar nicht willst. Aber – wie oben schon geschrieben: Gut gelaunt sein, trotz dieser körperlichen Einschränkungen ist wohl nur mit sehr viel Erfahrung und Übung möglich. Und da diese schmerzhaften Situationen ja in aller Regel nicht so oft vorkommen, fehlt Dir (und mir) diese Übung.

Was uns psychisch bei Krankheiten runter zieht, ist das geringe Selbstwertgefühl in diesem Moment.

Was hat das nun mit dem Aufräumen zu tun?

Viele Menschen haben in Situationen, in denen es ihnen nicht gut geht, das Bedürfnis nach Ordnung. Manche wissen und kennen das und machen sich gerade dann ganz bewusst ans Aufräumen, Ausmisten und Sortieren.

Super!

Denn was passiert dadurch? Genau: Sie kommen ins Handeln, ins Tun, sie nehmen sich wieder die Macht über ihr Leben und machen die Erfahrung, dass sie doch etwas können. Dadurch stärken sie ihr Selbstwertgefühl, bauen es auf und bekommen wieder bessere Laune.

Dieses Ins-Tun-kommen ist bei einem Hexenschuss, der uns tatsächlich lähmt, natürlich schwierig, aber manche machen das indirekt, indem sie dann ihre MitbewohnerInnen rumkommandieren. Auch das ist eine Möglichkeit, wieder Macht über das Leben zu bekommen. „Mach mal dies“, „Bring mir mal das“, „Hast Du schon …?“ Meist sind die Lieben drum herum ja voller Mitleid und ertragen dann die Kommandos und führen sie aus. Und das hilft dann auch Deiner Psyche, weil Du Deine Macht unbewusst spürst.

Vielleicht leiden sie aber mit oder fühlen sich aus anderen Gründen auch gerade klein und machtlos und haben selbst in dem Moment ein geringes Selbstwertgefühl? Dann kann Dein Um-Hilfe-und-Unterstützung-bitten, schnell zu Streit führen. Denn dann sind da zwei oder noch mehr, die versuchen, jeweils wieder in die eigene Macht zu kommen und das steht unter Umständen im Widerspruch zueinander. Aber das ist ein anderes Thema.

Was will ich Dir mit diesem Blogartikel sagen?

Ich habe Dir eben auf der Grundlage des Paradiesbaumes die Zusammenhänge zwischen Krankheit, schlechter Laune, Deinem Selbstwertgefühl und dem Aufräumen erklärt und damit wird klar (hoffe ich), was Du tun kannst, um Dich in solchen Krankheitssituationen besser zu fühlen:

– Tue was!
– Komme wieder ins Handeln!
– Suche Dir irgendetwas, was Dir das Gefühl gibt, dass Du Dein Leben in der Hand hast!
– Auch Urlaubsplanung oder ähnliches kann dazu beitragen.
Das hilft Dir psychisch 100%ig weiter und hebt Deine Stimmung.

Und wenn Dir nichts anderes bleibt, als Deine Mitmenschen zu kommandieren, dann kommuniziere das ihnen. Sag: „Ich fühle mich aufgrund der Krankheit gerade so mies und hilflos und klein, dass ich das Gefühl brauche, trotzdem noch etwas Macht in meinem Leben zu haben. Und deshalb bitte ich Dich jetzt, dies und jenes zu tun. Wenn Du mir dadurch hilfst, mich wieder mächtiger zu fühlen, dann werde ich nicht mehr so schlecht gelaunt sein und Du profitierst davon ganz erheblich. Gell?“ Oder so ähnlich.

Auch wenn ein Hexenschuss oder Deine nächste Krankheit dazu beitragen kann, dass Du das jetzt hier Gelesene (und sicherlich auch Verstandene) in der Praxis nachvollziehen und anwenden kannst, wünsche ich Dir von Herzen, dass Du Dich immer in Deinem Körper wohl fühlst und nicht durch ihn dieses Gefühl der Ohnmacht erleben musst.

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Herzlichst Deine Christiane Kilian

Foto: Christiane Kilian

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